Wozu braucht man Überschriften?

Wollte man eine Artikelserie schreiben, so hätte man unter dem Titel “Gute Webdesigner, schlechte Webdesigner” einen riesigen Pool im Netz an Fundstücken über die man sich auslassen könnte. Selbst wenn man nur die Beispiele der schlechten Webdesigner nehmen würde, könnte man jeden Tag einen Artikel schreiben. Selbst wenn man es nur auf “Profis” beschränken würde, dürfte die Auswahl immer noch groß genug sein. Da sich die Fehler aber letztendlich schnell wiederholen würden, wäre schon die Langeweile vorprogrammiert.

Umso erschreckender ist es wenn man, in einer Informationsgesellschaft wie dieser, von einer Studie lesen muss, die mal wieder eklatantes Unwissen in der Welt der Hobby- und Profiwebdesigner-Welt nachweist.

Der Browserhersteller Opera untersuchte inzwischen über 4 Millionen Webseiten. Das erschreckende Ergebnis war dass 58,5 % der geprüften Webseiten keine Überschriften benutzten. Bei 58,5 % kann und muss man davon ausgehen dass auch genügend sogenannte Profis unter den Unwissenden sind. Da fragt man sich natürlich aus welchem Tal der Ahnungslosen diese Profis ihr Wissen her haben.

Bevor nun die Frage aufkommt warum die semantische korrekte Auszeichnung von Überschriften so wichtig ist, will ich die Antwort lieber gleich voraus schicken. Es gibt genau zwei Gründe:

  • Überschriften dienen Nutzern von Screenreadern (werden vorwiegend von Menschen mit Sehbehinderung genutzt) als Orientierungshilfe und lassen diese die Überschrift erst als solches erkennen.
  • Auch Suchmaschinen bewerten Schlüsselwörter die in Überschriften vorkommen anders.

Und wer hat schon mal ein Buch ohne Überschriften gesehen?

Die Überschriften selbst unterteilen sich in Hierarchien. Es fängt mit der höchsten Hierarchie <h1> an und geht bis <h6> runter. Die Gelehrten streiten sich inzwischen, ob <h1> mehrfach in einem Dokument auftauchen sollte.

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